Ein besonderer Sport

53. Flintenchampionat am Butterpatt

 

Dass Sport nicht immer mit muskelanstrengender körperlicher Aktion zu tun hat, konnte der Laie erst jüngst wieder beim Betrachten der Olympischen Spiele und der Paralympics bewundern. Neben vielen „schneller, höher und weiter“ Disziplinen gab es einige, die mit besonders viel Ruhe und Konzentration einhergingen. Eine davon ist das Schießen.

 

2016 h.preis

Gewinnerin der hochwertigen Jagdoptik war Hiltrud Scheele-Middelbeck (3. v. li.). Mit ihr freuen sich: Marie Sophie von Korff, Josef Roxel (stellv. Vors. Kreisjägerschaft Warendorf), Rolf Knäpper, Josef Frankenfeld, Kreisschießobmann Theo Sudhoff und Ferdinand von Korff (v. li.)

Um einiges entfernt von olympischen Höchstleistungen, aber nicht minder ambitioniert, verlief das 53. Flintenchampionat um den Wanderpreis „In Memoriam Ferdinand Freiherr von Korff-Harkotten und den Preis der Kreisjägerschaft Warendorf, das am 17. September am Butterpatt in Warendorf  stattfand. 93 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus weitem Umkreis waren angetreten um die hochwertigen Preise zu wetteifern. „Es ist ein homogener Kreis der sich wegen des besonderen Flairs unserer Veranstaltung gerne wiedertrifft“, erläutert Ferdinand Freiherr von Korff, warum die Teilnehmer selbst aus Gummersbach, Düsseldorf oder  Cloppenburg anreisen. Wie bereits in Vorjahren bedauert er, dass die Zahl der Junioren (zwischen 16, dem jüngstem Jagdscheinalter, und 27 Jahren) rückläufig ist. „Kostenintensiver Sport, immer weniger Sponsoren“, bringt er es auf den Punkt. Dabei sei eine gute Schießausbildung für den Jäger unverzichtbar, damit das Wild nicht durch Fehlschüsse unnötig leiden müsse. Immerhin steige die Zahl der teilnehmenden Damen stetig an, so von Korff.

 

Den Wanderpreis „In Memoriam Ferdinand Freiherr von Korff-Harkotten“ errang Theo Sudhoff von der Kreisjägerschaft Warendorf mit 30 Treffern und nur einem Treffer 2. Beste Frau war Michaela Scholle (WAF), die mit ihrem Ergebnis noch vor der Dt. Meisterin im jagdl. Schießen 2016, Kristin Sendker-Behrens, lag. Bei den Senioren führte Ferdinand Füller, Paderborn, bei den Junioren stand Marvin Meier, ebenfalls Paderborn, auf Platz Eins.

 

Beim Wettbewerb um den Wanderpreis der Kreisjägerschaft Warendorf wurden zu den Ergebnissen des ersten Schießens weitere 70 Tontauben geschossen. Gesamtsieger wurde Antonius Wulfers aus Cloppenburg mit 95 Treffern und  fünf Treffern im Nachschuss. Bester Senior und Junior auch hier Ferdinand Füller und Marvin Meier. Bei den Damen steht der Name von Kristin Sendker-Behrens auf dem obersten Listenplatz. Die Mannschaftswertung konnte das Team Paderborn vor Warendorf und Vechta für sich entscheiden.

 

Unter den nicht platzierten Teilnehmern wurden viele wertvolle Preise verlost. Der unter allen Schützen ausgeloste Hauptpreis, eine von Josef Frankenfeld gesponserte hochwertige Jagdoptik, ging an Hiltrud Scheele-Middelbeck aus Vechta.

 

Da die Anlage am Butterpatt derzeit den neueren technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen angepasst wird, wurde das Schinkenschießen statt auf dem Kugelstand auf einem aus Springe herangeschafften hochwertigen Laser-Schießkino ausgerichtet. Den musikalischen Rahmen boten die Parforcehornbläser aus Warendorf.