Wiedereröffnung des Kugelstands

Sassenberg (dor). Die Freude stand dem Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Warendorf, Dr. Hermann Hallermann, ins Gesicht geschrieben: Nach viermonatiger Umbau- und Modernisierungsphase erklärte er den Schießstand der Kreisjägerschaft am Butterpatt am 21. Oktober offiziell für wieder eröffnet. Insgesamt 630.000 Euro hat die Kreisjägerschaft für den zu 80 Prozent durch die Jagdabgabe finanzierten Umbau in die Hand genommen. Wie Dr. Hallermann erklärte, seien davon 450.000 Euro auf die Baukosten entfallen, mit dem restlichen Betrag habe man den Grundstückskauf finanziert.

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Nach vier Monaten Bauzeit ist der Schießstand der Kreisjägerschaft an die gesetzlichen Vorschriften angepasst und auf dem neuesten Stand. Darüber freuen sich: (v. li.) Schießwart Franz-Josef Möllmann, Obmann für Schießwesen Theo Sudhoff, Jürgen Roxel, stellvertretende KJS-Vorsitzende, Annette Watermann-Krass, SPD-Landtagsabgeordnete, KJS-Vorsitzender Dr. Hermann Hallermann sowie der stellvertretende Bürgermeister Warendorf, Dr. Erich Tertilt.

Dieser sei nötig geworden, um den 200 Meter betragenden Sicherheitsabstand rund um den Tontaubenstand zu gewährleisten. Der Kugelstand selbst präsentiert sich jetzt perfekt ausgestattet für das Schießen mit bleifreier Munition. Die zahlreich installierten Tiefblenden, hinter denen 12 Millimeter dicke Stahlplatten befestigt sind, garantieren, dass keine Kugel mehr die Bahn verlässt.


Keine Kugel kann mehr die Bahn verlassen, dafür sorgen die zahlreichen an der Rückseite mit Stahl versehenen Sichtblenden.

„Wir haben jetzt einen hochmodernen Schießstand, der den neuen gesetzlichen Vorschriften angepasst ist. Es sieht super aus, wir sind alle glücklich, dass wir diesen Kraftakt gestemmt haben“, brachte Dr. Hallermann seine Freude über den erfolgreichen Abschluss des Projekts zum Ausdruck. Der Vorsitzende dankte in seiner Begrüßungsansprache neben seinen Vorstandskollegen vor allem Rechtsanwalt Dr. Till Elgethi von der Rechtsanwälte Partnerschaft Wolter Hoppenberg, der ihn sicher durch das Labyrinth des Vergabe- und Förderrechts gelotst habe. Ein weiterer Dank Dr. Hallermanns galt Schatzmeister Elmar Northus-Westarp, dem Meister der Zahlen sowie dem Architekten der Firma plan.werk, André Heinrich, der für den Bau verantwortlich zeichnete. Zu den Gratulanten, die sich zur Wiedereröffnungsfeier am Butterpatt versammelt hatten, zählten neben zahlreichen Hegeringleitern und Vorstandskollegen der stellvertretende Bürgermeister Warendorfs, Dr. Erich Tertilt, sowie die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass, mit der in der heißen Phase des  ökologischen Jagdgesetztes mancher Kampf ausgefochten worden war.


Keine Angst vor großen Tieren und scharfen Waffen: die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass weihte den modernisierten Kugelstand der Kreisjägerschaft mit ihrem Probeschuss ein. Mit im Bild Standaufsicht Heribert Wedeking, Dr. Erich Tertilt und Dr. Hermann Hallermann.

Auch wenn die Jäger weiterhin an vielen Stellen für Nachbesserungen im ökologischen Jagdgesetz kämpfen, zeigten sich Dr. Hermann Hallermann und Annette Watermann-Krass dahingehend einig, dass bundesweit eine einheitliche Regelung zur Jagdmunition hermüsse. „Wir brauchen eine Ballistik mit optimaler Tötungswirkung bei minimalem Bleieintrag“, so Dr. Hallermann. Die Landtagsabgeordnete Watermann-Krass äußerte sich in ihrer Glückwunschansprache positiv über die erforderlichen Schießnachweise. „Mit dem Schießnachweis haben wir die  richtige Entscheidung getroffen, das wird hier sichtbar. Es gibt uns die Möglichkeit, nun über gut ausgerüstete Schießstände zu verfügen“, folgerte die SPD-Landtagsabgeordnete, die im Anschluss mit ihrem Schuss auf den laufenden Keiler den erneuerten Kugelstand nach Jägersart einweihte.  

Ferdinand Freiherr von Korff, auf dessen Vater der  Schießstand am Butterpatt zurückgeht, übergab Dr. Hermann Hallermann die geschichtsträchtige Akte „Schießstand“ als Geschenk.