Exkursion der angehenden Jungjäger in den Tierpark Olderdissen

Kreis Warendorf (dor). Wie unterscheidet sich ein Sika-Hirsch vom Damwild? Woran erkenne ich das Alter eines Wildschweins? Und wie sieht eigentlich ein echter Waschbär in Natura aus? Antworten auf diese Fragen bekamen die angehenden Jäger jetzt bei der jüngsten Exkursion in den Tierpark Olderdissen. Dr. Norbert Nottebaum, der beim jetzigen Jungjägerkurs die Fächer jagdliche Praxis und Wildbiologie unterrichtet, Gabi Mackenberg, Zweite Vorsitzende der Kreisjägerschaft Warendorf und Martin Sievers, Kreisgeschäftsführer und Leiter des Jungjägerkurses, begleiteten die rund 30 Jäger, die sich am frühen Sonntagmorgen pünktlich um 9 Uhr auf dem Parkplatz des Tierparks versammelt hatten, um auf dem zweieinhalb Stunden dauernden Rundgang die verschiedenen Wald- und Wildtiere einmal live und in Farbe zu sehen.

 

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Gabi Mackenberg, die Zweite Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Dr. Norbert Nottebaum hielten während des Rundgangs durch den Tierpark Olderdissen interessante Zusatzinformationen für die Jungjäger in spe parat.

In der 16 Hektar großen Anlage leben 90 verschiedene Tierarten. Der Bestand beträgt derzeit rund 450 Tiere, die im Wasser, am Boden und in der Luft leben „Es ist uns wichtig, dass die angehenden Jungjäger die Tiere, um die es in ihrer Ausbildung geht, auch einmal mit eigenen Augen sehen“, nannte Sievers einen Grund, warum die Exkursion seit Jahren ein fester Bestandteil des Jungjägerkurses ist. Schließlich könne man schon mal erschrecken, wenn man das erste Mal einem stattlichen Sechzehnender Ender, einem Wolf oder einem Luchs gegenüberstehe.

 

Die Teilnehmer jedenfalls zeigten sich bisweilen sehr beeindruckt von der Masse Tier, die sich ihnen in gebührendem Abstand und durch Zäune gesichert, präsentierte. Bereits beim Wildschweingehege, in dem gerade die Fütterung anstand, nutzte Dr. Nottebaum die Gunst der Stunde, auf die Merkmale von Keiler und Bache, die Nahrungssuche und das typische Verhalten von Wildschweinen hinzuweisen. So erfuhren die Jungjäger in spe hier etwa, dass die Walnuss eine echte Leibspeise der Wildschweine, in der Jägersprache auch Schwarzwild genannt, darstellt. Zudem rief Dr. Nottebaum den Jägern noch einmal die Trag- und Rauschzeit der Tiere ins Gedächtnis und erinnerte die Exkursionsteilnehmer daran, dass man auch bei erlegten Frischlingen unbedingt eine Trichinenschau vom Veterinär durchführen lassen muss.

 

Mit vielen Informationen, die bisweilen von Gabi Mackenberg und Martin Sievers noch ergänzt wurden, gingen die Jäger weiter durchs Gelände, um anschließend frohen Mutes den Heimweg und den erneuten Gang zum Schreibtisch anzutreten. Schließlich sind es nur noch knapp vier Wochen, bis die angehenden Jäger auf der Jägerprüfung Farbe bekennen müssen.    

 


Dr. Norbert Nottebaum hielt auf dem Rundgang durch den Tierpark Olderdissen wertvolle Zusatzinformationen für die angehenden Jungjäger parat.