Informationsabend zum Jungjägerkurs 2017

Kreis Warendorf. Das Interesse an der Jagd im Kreis Warendorf ist ungebrochen hoch. Und so konnten sich Dr. Hermann Hallermann, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Warendorf, Geschäftsführer Martin Sievers sowie sämtliche Dozenten beim Informationsabend am Mittwoch im Grünen Zentrum in der Waldenburger Straße über ein mehr als volles Haus freuen. Die Stühle reichten kaum aus, um die vielen interessierten Damen und Herren, die sich für die Jägerausbildung interessieren, zu fassen.

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Dichtes Gedränge herrschte im Grünen Zentrum beim Informationsabend zum kommenden Jungjägerkurs.

Nach einem waidgerechten Begrüßungssignal, das Martin Sievers auf dem Jagdhorn blies, beglückwünschte Dr. Hallermann die Anwesenden zu ihrem Entschluss, Jäger werden zu wollen. Zudem schwor er die Versammlung auf die vor ihnen liegende arbeitsreiche Zeit ein. Wie er sagte, würde die Jagdprüfung nicht umsonst das grüne Abitur genannt. „Sie werden gewaltig lernen müssen, aber das Lernen wird ihnen mit unserem Team viel Spaß machen. Wir helfen und unterstützen Sie, wo wir nur können“, versicherte der KJS-Vorsitzernde.

 

Der qualifizierte Unterricht schlage sich jährlich in den Ergebnissen der Jagdprüfung nieder. Wie Martin Sievers anschließend verkündete, lag der Prozentsatz derer, die die Prüfung am Ende bestehen und den ersehnten Jagdschein in den Händen hielten, bei weit über 90 Prozent. Sievers mahnte die Anwesenden, sich der Gründe, warum man Jäger werden will, bewusst zu werden. Manche sagten, sie würden gerne in er freien Natur und an der frischen Luft sein, andere würden den Wald vor zunehmenden Schäl- und Verbissschäden durch Rot- und Rehwild schützen wollen und wieder andere hätten einfach Freude am Jagen. Letzteres sei völlig legitim.

 

„Wir Jäger wollen Beute machen, gesundes Fleisch auf dem Teller haben“, so Sievers. Allerdings sei die Ausübung der Jagd stets auch immer mit Hege und Pflege sowie mit einer großen Portion Verantwortungsbewusstsein gegenüber Wild, Wald und Natur verbunden. „Jäger schießen kein Tier, das sie nicht erkennen,“erläuterte auch Dr. Norbert Nottebaum, der die Fächer Wildbiologie und Jagdebetrieb lehrt. Er und seine Dozentenkollegen und Kolleginnen stellten im Anschluss ihre Fächer und die jeweiligen Lerninhalte vor.

 

Dreieinhalb Monate dauert der Jungjägerkurs, der am 4. Januar beginnt und am 24. April mit der schriftlichen Prüfung endet. Dazwischen liegen viele Unterrichtswochen, die einen hohen zeitlichen Aufwand erfordern. Dreimal die Woche kommen die Jungjäger in spe für den Unterricht im Grünen Zentrum zusammen. Anfang bis Mitte Februar kommt samstags das praktische Schießen auf dem Schießstand der Kreisjägerschaft am Butterpatt hinzu. Zudem gibt es zwei Exkursionen, die jeweils sonntags angeboten werden. „Lassen Sie sich nur auf den Kurs ein, wenn Sie das wirklich wollen und zeitlich können“, sagte Sievers. Schließlich ist der Jagdschein nicht umsonst zu haben. 900 Euro kostet die Kursteilnahme, 200 Euro die Munition und 250 Euro müssen die angehenden Jungjäger und –Jägerinnen für die Prüfungsgebühr berappen. 45 Plätze stehen den Interessierten in diesem Jahr zur Verfügung. „Die Teilnehmer werden nach der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt“, berichtete Sievers.

 


Das Dozententeam des Jungjägerkurses stellte sich und die Inhalte ihrer Fächer beim jüngsten, gut besuchten Informationsabend vor. Im Bild: (v. li.) Dr. Hermann Hallermann, Franz-Josef Möllmann, Mark Rüschenschmidt, Dr. Norbert Nottebaum, Gabi Mackenberg, Heiner Selhorst, Michael Petri, Dieter Wortmeier, Erich Lillteicher, Benno Schulze-Eckel, Justina Fischer, Martin Sievers.