Vorbereitungsschießen der Jägerinnen

Kreis Warendorf (gl) Um optimal auf die bevorstehende Jagdsaison vorbereitet zu sein, trafen sich am Freitag knapp 20 Jägerinnen aus den unterschiedlichsten Hegeringen zum Übungsschießen auf dem Butterpatt. Initiatorin Claudia Böckenhüser, Obfrau für Jägerinnen in der Kreisjägerschaft Warendorf, freute sich zum einen über die positive Resonanz, zum anderen über die lockere Stimmung unter den Damen. Diese schätzen es, wenn sie einmal unter sich sind. „Es ist eine zwanglose Atmosphäre. Hier gibt es keine Männer, die einem zeigen wollen, wie es geht“, lacht Mareike Meimann und erntet damit die Zustimmung der anderen umstehenden Jägerinnen. Diese übten sich bei dem jährlichen Vorbereitungsschießen sowohl auf der Skeet- und der Trapanlage als auch im Parcourschießen.

 

vorbereitungsschiessen 2014

Gute Stimmung herrschte beim jährlichen Damenschießen, bei dem sich die Jägerinnen der Kreisjägerschaft am Freitag auf dem Butterpatt auf die bevorstehende Jagd vorbereiteten. Im Bild: (v. l.) Katrin Suttorp, Bärbel Deitersm, Annette Suntrop und Claudia Böckenhüser, Obfrau für Jägerinnen in der Kreisjägerschaft.

Bei letzterem wird die Jagd auf Niederwild, das heißt auf Enten oder Hasen simuliert. Dabei kommen die kleinen orangenen Tonscheiben  wie aus dem Nichts aus unterschiedlichen Höhen vorbeigeflogen. Eine Jägerin traf dabei besonders oft „ins Schwarze“. „Sie ist unsere Vorzeigefrau“, lacht Claudia Böckenhüser und deutet auf Michaela Scholle. Die zielsichere Schützin mit der ruhigen Hand hat bei der jüngsten Deutschen Meisterschaft im jagdlichen Schießen sowohl in der Mannschaft als auch im Einzel im Kugelschießen den dritten Platz erzielt.

 

Derzeit gehören 189 Frauen der Kreisjägerschaft an. Sie machen knapp zehn Prozent der Jägerschaft aus. Viele von den Jägerinnen kamen durch den Vater oder den Lebensgefährten zur Jagd. Bei Hildegard Nienaber vom Hegering Oelde waren es vorhandene Pachtflächen und eine Waffensammlung des früh verstorbenen Vaters, die den Wunsch reifen ließen, die Geschicke selbst in die Hand zu nehmen, um einmal eigenständig auf Jagd gehen zu können. Michaela Scholle kam über das Angeln zu ihrem mittlerweile liebsten Hobby. Ein Bekannter habe sie mal mitgenommen. Und danach war es um sie geschehen. Vielmehr als das Schießen schätzen die Damen bei der Pirsch oder auf dem Hochsitz aber das sich immer wieder bietende Naturspektakel. „Wenn früh morgens die Sonne aufgeht, und man sitzt auf dem Hochsitz und sieht wie alles um einen herum erwacht, dann ist das einfach herrlich“, so Böckenhüser.