Bewertung der Leistungen

Voraussetzungen zum Bestehen des schriftlichen, mündlichen Teils und der Schießprüfung. Ausschluß von den Prüfungen und Möglichkeiten der Nachprüfung.

Der schriftliche Teil der Prüfung ist bestanden, wenn


− entweder in jedem Sachgebiet mindestens 14 Fragen oder
−insgesamt mindestens 70 Fragen, darunter 14 Fragen aus dem Sachgebiet 1 ("Kenntnis der Tierarten, Wildbiologie, Wildhege, Naturschutz") richtig und vollständig beantwortet sind.

Die Schießprüfung ist bestanden, wenn

1. beim Büchsenschießen auf die Rehbockscheibe mindestens vierzig Ringe,
2. beim Büchsenschießen auf die flüchtige Überläuferscheibe mindestens zwei Treffer in den Ringen erzielt und
3. beim Flintenschießen mindestens drei Wurftauben getroffen worden sind.

Der mündlich-praktische Teil der Prüfung ist bestanden, wenn

die Leistungen in drei Sachgebieten, darunter in den Sachgebieten 1 („Kenntnis der Tierarten, Wildbiologie, Wildhege, Naturschutz“) und 3 („Waffentechnik, Führung von Jagd- und Faustfeuerwaffen“) mit "bestanden" bewertet worden sind.

Das Bestehen des schriftlichen Teils der Prüfung ist Voraussetzung zum Ablegen der Schießprüfung und des mündlich-praktischen Teils. Ist der schriftliche Teil der Prüfung nicht bestanden, wird der Bewerber von der weiteren Teilnahme der Prüfung ausgeschlossen! Nach Bestehen des schriftlichen Teils der Prüfung sind von der Bewerberin oder dem Bewerber auf jeden Fall die Schießprüfung und der mündlich-praktische Teil der Prüfung abzulegen.

Bewerberinnen und Bewerber, die die Schießprüfung (auch nach Wiederholung) und den mündlich-praktischen Teil der Prüfung oder einen der beiden Teile nicht bestanden haben, ist auf Antrag Gelegenheit zu geben, an einer von der unteren Jagdbehörde festzulegenden einmaligen Nachprüfung teilzunehmen. Die Bewerberin oder der Bewerber wird nur in dem Prüfungsteil geprüft, den sie oder er nicht bestanden hat. Die Nachprüfung kann frühestens drei Monate nach Feststellung des Nichtbestehens der Jägerprüfung durchgeführt werden.