Durchführung der Jägerprüfung

Die Jägerprüfung findet in der Regel Ende April statt. Sie wird nach Teil 1 der geltenden Fassung der Verordnung zur Durchführung des aktuellen Landesjagdgesetzes durchgeführt.
Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen Teil, einer Schießprüfung und einem mündlich-praktischen Teil. Der schriftliche Teil geht der Schießprüfung, die Schießprüfung dem mündlich-praktischen Teil voraus.
Der Termin für den schriftlichen Teil der Prüfung wird vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein- Westfalen, Obere Jagdbehörde, landeseinheitlich nach Tag und Uhrzeit bestimmt und bis zum 31. Oktober eines jeden Jahres bekannt gegeben.

Die Jägerprüfung umfasst im schriftlichen und im mündlich-praktischen Teil folgende Sachgebiete:


1. Kenntnis der Tierarten, Wildbiologie, Wildhege, Naturschutz;
2. Jagdbetrieb, waidgerechte Jagdausübung, Sicherheitsbestimmungen, Jagdhundewesen, Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Grundzüge des Land- und Waldbaues, Wildschadenverhütung;
3. Waffentechnik, Führung von Jagd- und Faustfeuerwaffen (insbesondere sichere Handhabung, Gebrauch und Pflege der Jagd- und Faustfeuerwaffen);
4. Jagdrecht, Grundsätze und wichtige Einzelbestimmungen des Waffenrechts, des Tierschutzrechts, des Naturschutz- und Landschaftspflegerechts.

Die Schießprüfung besteht aus:

1. Büchsenschießen;
Beim Büchsenschießen sind fünf Schüsse sitzend aufgelegt aus einer Entfernung zwischen 90 und 110 m auf die Rehbockscheibe abzugeben.
Des Weiteren sind fünf Schüsse stehend freihändig aus einer Entfernung zwischen 48 und 62 m auf die flüchtige Überläuferscheibe abzugeben.
2. Flintenschießen.
Beim Flintenschießen sind nach Festlegung durch den Prüfungsausschuss zehn Wurftauben (Skeet) zu beschießen. Doppelschüsse sind zugelassen.