Informationsabend zum Jungjägerkurs 2014

Drangvolle Enge herrschte am Mittwochabend im Grünen Zentrum in Warendorf. Hier fand die Informationsveranstaltung der Kreisjägerschaft zum Jungjägerkurs statt.

 

Mit so einem Andrang hat selbst der Geschäftsführer der Kreisjägerschaft, Martin Sievers, nicht gerechnet. Bei dem Informationsabend zum im Januar startenden Jungjägerkurs kamen am Mittwoch rund 60 Interessierte ins Grüne Zentrum in Warendorf. Hier erfuhren die Anwesenden, was sie im Rahmen der Ausbildung, die in Jägerkreisen auch das grüne Abitur genannt wird, zu erwarten haben.

JJ Infoabend 2014 Dozenten

Klar ist, ein Spaziergang wird der Kursus nicht. „Der Stoff ist sehr umfangreich, sie müssen nicht nur hier, sondern auch zuhause lernen, damit Sie mit einem guten Gefühl in die Prüfung gehen können“, bereitete Sievers die Kursteilnehmer auf die arbeitsintensiven vier Monate, die vor den künftigen Jungjägern liegen, vor. Montags und mittwochs findet der theoretische Unterricht im Grünen Zentrum statt. Bei über 40 Anmeldungen wird eine zweite Gruppe gebildet, die dann dienstags und donnerstags unterrichtet werden. Zusätzlich kommen acht Freitage als Unterrichtsabende dazu. Ab Anfang Februar werden die  „Auszubildenden“ das Schießen auf dem Schießstand der Kreisjägerschaft am Butterpatt üben. Zusätzlich werden an zwei Sonntagen Waldexkursionen durchgeführt. „Warum müssen sie top ausgebildet sein?“, fragte Sievers die Anwesenden. „Weil sie sich in unterschiedlichsten Gebieten gut auskenne müssen“, erklärte er. Die künftigen Jungjäger müssen mit dem Gewehr umzugehen und schießen lernen, sie müssen sich im Jagd- und Waffenrecht auskennen, müssen die verschiedenen Wildtiere erkennen und diese hinterher aufbrechen und hygienisch verarbeiten können. Sie müssen sich zudem mit dem Naturschutz auseinandersetzen und in der Lage sein, die Gründe, warum sie jagen, überzeugend darzulegen.

Vor allem aber sollten die Jungjäger die Reife und Moral mitbringen, die unabdingbar ist, wenn man mit dem Gewehr auf andere Lebewesen schießt. „Es geht darum, der Jagd gerecht zu werden und nicht als Schießer zu verkommen“, machte der Geschäftsführer den künftigen Jungjägern unmissverständlich klar. Im Anschluss an die einführenden Worte von Sievers stellten die Dozenten sich und die Inhalte ihres Faches vor. Wer sich für den Kurs entscheidet, muss dafür ordentlich in die Tasche greifen. Die Kursgebühren betragen 900 Euro. Darin enthalten sind acht Lehrbücher, eine einjährige Mitgliedschaft in der Kreisjägerschaft sowie im Landesjagdverband. Zudem erhalten die Teilnehmer die Verbandszeitschrift „Rheinisch-Westfälischer Jäger“ ein Jahr lang gratis. Anmeldungen nimmt die Kreisjägerschaft bis zum 20. Dezember entgegen. Der Unterricht beginnt am 3. Januar 2014 um 19 Uhr. Die schriftliche Prüfung findet statt am 28. April 2014.